Eröffnung des Brandungsbeckens
im Wattenmeerhaus im Mai 2005
Abenteuerreise Tierwelt mit allen Sinnen. Das Nationalparkzentrum
Wilhelmshaven Das Wattenmeerhaus feierte mit zahlreichen Gästen und vielen
Besuchern am Sonntag, den 8. Mai, die Einweihung des neuen Aquariums. Das
2.000 Liter Brandungsbecken ermöglicht einen faszinierenden Einblick
in das Leben von 12 Nordseetierarten in der Gezeitenlinie.
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| Eröffnung
des neuen Brandungsbeckens |
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Verständnis schaffen, die Einmaligkeit der Flora
und Fauna begreifbar machen - spannend, interaktiv und nach den Gesetzen der
Natur. "Dieses Ziel", so die Leiterin des Wattenmeerhauses, Frau
Dr. Köhler, "ist mit dem Brandungsbecken erreicht worden."
Zu diesem zukunftsträchtigen Weg, der Garant ist für unvergessliche
visuelle und haptische Erlebnisse, beglückwünschte auch die 1. Bürgermeisterin
Wilhelmshavens, Frau Marianne Fröhling, das Wattenmeerhaus in ihrem Grußwort.
Und fortan standen an diesem Morgen die neuen Bewohner des Brandungsbeckens
im Mittelpunkt. Leben zwischen den Extremen
Der Vortrag des Dipl. Biologen Roger Staves entführte in einen der extremsten
Lebensräume des Wattenmeeres: Der Übergang zwischen Meer und Land.
Zu Sturm, Hitze, Kälte, Trockenheit und Überflutung kommt noch die
unbändige Kraft des auf- und ablaufenden Wassers. Während großes
Treibgut zum Spielball der Wellen wird, trotzen Krebse, Seesterne, Muscheln
und Fische dieses Küstenbereichs den Naturgewalten. Interaktiv
und hautnah
Welche Strategien die populärsten Tiere der Gezeitenlinie entwickelt
haben, lässt sich ab sofort im Wattenmeer Besucherzentrum hautnah erleben
- zu jeder Tageszeit! Durch eine Kurbel am Brandungsbecken kann der Besucher
Wellen erzeugen und die an das Wechselspiel der Wassermassen gewöhnten
Tiere beobachten. Verblüffend sind nicht nur die unterschiedlichen Verhaltensweisen,
sondern auch die Reaktionszeit dieser Überlebensprofis. Noch bevor die
menschlichen Sinne Veränderungen in der Umgebung wahrnehmen, registrieren
die Tiere kleinste Erschütterungen. Staunend verfolgten die Gäste
das Geschehen - man begann, die Einzigartigkeit, die Perfektion der Natur
zu begreifen. Die kleinen Wunder, Abenteuer und Anekdoten aus dem gefährlichen
Alltag dieser Spezialisten jenseits des Deiches sorgten darüber hinaus
für knisternde Spannung. Allein die Abenteuerreise,
die uns mit 10.000 Jahren Evolutionsgeschichte vertraut machte, ließ
das Herz höher schlagen. Der krönende Abschluss eines Besuches ist
aber sicherlich die Möglichkeit, sich von einem Mitarbeiter des Hauses,
das eine oder andere Tier vorsichtig auf die Hand setzen zu lassen. Die
Finanzierung der neuen Attraktion übernahm die Niedersächsische
Wattenmeer Stiftung. |