Aktuelles
Neue Meeressäugerausstellung
In wundervoller Tiefseeatmosphäre begibt sich der Besucher in eine fast
unbekannte Welt. Vom heimischen Schweinswal, der bis in den Jadebusen kommt,
geht die Reise bis zu den Giganten der Meere. Einstieg in die faszinierende
Welt der Wale ist der vor Baltrum gestrandete Pottwal. Im 14 m langen Skelett
hängen, und das ist weltweit einzigartig, die von Gunther von Hagens
plastinierten Organe wie Herz und Lunge. An interaktiven Stationen werden
die großen und kleinen Besucher zum ausprobieren, hören, sehen
und interagieren aufgefordert. So können sie alles über die Lebensweise
und die Biologie des Pottwals, aber auch über den Walfang und die moderne
Walforschung erfahren. Sie begleiten einen Pottwal im Tauchboot, lauschen
der Sprache der Wale und dem Unterwasserlärm und können in einem
Spiel versuchen, einen Wal sicher zu den Azoren zu bringen. Spannend sind
auch die Berichte der Zeitzeugen von der Strandung und Bergung des Pottwals. Sehr
schön ist der neue Zugang in die Meeressäugerausstellung über
eine Brücke direkt vom Südstrand aus. Die Besucher erreichen den
ersten Stock des Gebäudes, wo sie von der riesigen Schwanzflosse des
abtauchen Pottwals förmlich in die geheimnisvollen Tiefen gezogen wird. Ausprobieren,
anfassen und staunen, nach Herzenslust können Klein und Groß in
dem nach neunmonatiger Bauzeit neueröffneten Wattenmeer Besucherzentrum
sich die faszinierende Welt des Weltnaturerbes Wattenmeer erschließen. Nach
dem Ausstellungsbesuch lädt die neue Cafeteria zum Verweilen mit Blick
auf den Pottwal ein.
Nationalparkzentrum "Das Wattenmeerhaus"
in Wilhelmshaven ist jetzt
"UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum"
Mit der Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe durch die UNESCO
im Jahr 2009 ist dem Land Niedersachsen eine besondere Verantwortung für
dieses Welterbe übertragen worden. In Cuxhaven und Wilhelmshaven sind
daher nun die ersten Weltnaturerbe-Besucherzentren entstanden. Die UNESCO
legt mit der Auszeichnung als Weltnaturerbe nicht nur Wert auf den Erhalt
des Wattenmeeres als einzigartiger Naturraum, sondern auch auf die Aufklärung
über die Schutzwerte der Welterbestätte. "Anders als bei vielen
anderen Schutzgebieten gibt es am Wattenmeer keinen zentralen Eingang, an
dem die Besucher empfangen und informiert werden können. Den Besuchern
des Weltnaturerbes sollen daher nun zwei Anlaufstellen geboten werden",
sagte Minister Sander. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt
und Klimaschutz hat beschlossen, dass die Nationalparkzentren in Wilhelmshaven
und Cuxhaven zu Welterbezentren erweitert werden. Sie dürfen sich künftig
"UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum" nennen. Insgesamt
hatten sich elf Informationseinrichtungen am niedersächsischen Wattenmeer
um den Status eines Welterbezentrums beworben. Vor allem Gäste
von außerhalb sollen sich in den beiden neuen Besucherzentren über
die weltweite Einzigartigkeit sowie die Unversehrtheit des Wattenmeeres informieren
können. Alle Informationen werden daher in mindestens zwei Sprachen zur
Verfügung gestellt. Außerdem werden in den Informationszentren
auch Weltnaturerbestätten auf anderen Kontinenten vorgestellt.
Das Informationszentrum in Wilhelmshaven wurde - nach einem Totalumbau - feierlich
vom Minister eröffnet.

Willkommen im Weltnaturerbe Wattenmeer
Die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung,
Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, hat das Wattenmeer Ende Juni 2009
in die Liste des Welterbes aufgenommen. Damit steht das Wattenmeer auf einer
Stufe mit anderen weltberühmten Naturwundern wie dem Grand Canyon in
den USA und dem Great Barrier Reef in Australien, die ebenfalls zum Weltnaturerbe
gehören. Um auf die Weltnaturerbe-Liste der UNESCO zu kommen, muss
ein Gebiet sehr besonders sein. Es muss einzigartige Naturwerte besitzen,
intakt und durch gute Schutzmassnahmen gesichert sein. Das Wattenmeer hat
sich sogar in drei Gesichtspunkten als weltweit einzigartig erwiesen, was
seine außergewöhnliche Natur betrifft! Watt-Landschaften:
jung und ursprünglich
Das Wattenmeergebiet ist noch jung. Es ist nach der letzten Eiszeit vor rund
7.000 Jahren entstanden, aber auch heute noch werden Sandplaten und Dünen
in vergleichsweise raschem Tempo gebildet und wieder abgebaut. Die Dynamik
des Gebietes ist einzigartig. Hier findet man noch Landschaften in allen Entwicklungsstadien.
Noch heute kann man mit eigenen Augen sehen und miterleben, wie Landschaften
in der Eiszeit entstanden sind. Wattenmeer-Vielfalt: wunderbar dynamisch
Das Wattenmeer zeigt auf seine eigene Art und Weise, wie Natur, Pflanzen und
Tiere sich immer wieder an die täglich wechselnden Bedingungen auf dem
Watt anpassen. Dort, wo sich Süßwasser aus Flüssen mit salzigem
Meerwasser vermischt und wo Naturkräfte wie Gezeiten, Wind und Ablagerungsprozesse
von Sand und Schlick walten, findet man intelligent angepasste Pflanzen und
Tiere. Die vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen des Wattenmeers bieten
Lebensraum für eine außergewöhnliche Vielfalt von Pflanzen
und Tieren - Lebensraum zum Brüten, Säugen, Aufwachsen, Mausern
und Rasten. Wattenmeer-Leben: einmalig abwechslungsreich
Der Reichtum an Leben im Wattenmeer ist außergewöhnlich. Man findet
hier nicht nur viele dauerhafte Bewohner, sondern auch zahreiche Besucher.
So nutzen jedes Jahr rund 10 bis 12 Millionen Zugvögel das Wattenmeer.
Insgesamt leben hier rund 10.000 verschiedene Pflanzen- und Tierarten, an
Land und im Wasser. Eine derartige Vielzahl und Vielfalt wie im Wattenmeer
findet man nirgendwo auf der Welt! Mehr Information: Besuchen Sie die
offizielle Website www.wattenmeer-weltnaturerbe.de |