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Großer Alientag für die ganze Familie

Am Sonntag, den 12.9.2010, findet im Wattenmeerhaus ein Alientag für die ganze Familie zum Abschluss der Sonderausstellung "Neobiota - Aliens im Vorgarten" mit einem großen Programm statt.

Der Alientag startet um 11 Uhr mit einer interaktiven Führung durch die 10 Stationen der Ausstellung, bei der (un-)erwünschten tierischen und pflanzlichen Eindringlingen nachgespürt wird. Und da gibt es manche Überraschung: Wir kennen viele nicht, haben uns an sie gewöhnt oder halten sie gar für heimisch.

Von 12 bis 16 Uhr findet das Highlight statt: eine Schaupräparation einer echten Nilgans. Der ehemalige Präparator des Übersee-museums in Bremen, Andreas Vollprecht, zeigt, wie er diesen eingewanderten Vogel für Sammlungen präpariert.

Kinder und Erwachsene können unter der Anleitung von Olga Vossberg Origami-Tiere aus Papier falten. Kinder werden als "Alien" geschminkt und können Buttons mit Alien-Motiven fertigen. Am Glücksrad kann man sein Wissen über Aliens des Wattenmeeres testen und beim Alienquiz können tolle Preise gewonnen werden. Außerdem kann in der Ausstellungsküche probiert werden, ob Aliens lecker schmecken und ob man sie auch trinken kann.

Als Abschluss führt die Biologin Abadia Hernadez um 16 Uhr nochmals durch die Ausstellung. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf den Aliens in unserer Region. Ein Beispiel ist die Pazifische Auster, die an jeder Hafenmauer und Buhne sitzt oder die Chinesische Wollhandkrabbe, deren Larven im Ballastwasser von Frachtschiffen waren.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: Tel. 04421-910733 oder Kontakt.


Aliens im Vorgarten - Neobiota -

Angriff auf das Ökosystem! Von Teichunterwerfern und Vorgarteneroberern!

Neobiota
Neobiota

 
 
Gelbkopfamazone
Gelbkopfamazone
Nutria
Nutria

Vertraute Fremde - Aliens im Vorgarten. Wissenschaftler sehen durch eingewanderte Pflanzen und Tiere die Artenvielfalt unserer Erde bedroht.

Die neue Sonderausstellung im Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven spürt bis zum 12. September 2010 (un-)erwünschten tierischen und pflanzlichen Eindringlingen nach. Und da gibt es manche Überraschung: So manches erscheint uns bestens vertraut und auch auf unseren Tellern tummeln sich Aliens, die einst der Preußenkönig bewachen ließ.

Asien, Australien, Amerika – die Entfernungen, die die Fremdlinge zurücklegen sind enorm. Eingesogen mit dem Ballastwasser erreichen sie die entferntesten Häfen dieser Welt. An Bord moderner Flugzeuge kommen sie genauso weit, es geht nur ein wenig schneller. Viele Fremdlinge geraten zufällig in neue Gefilde, doch einige auch ganz bewusst – ihr Helfer ist der Mensch.

Jetzt sind sie unter uns! Und sie sind erfolgreich. Sie erobern unsere Parks und Gärten, Wälder und Flure, Flüsse und Küsten.

Und wir? Wir kennen viele nicht, haben uns an sie gewöhnt oder halten sie gar für heimisch. Und auch die Folgen ihrer fortwährenden Immigration sind uns gemeinhin unbekannt.

Doch jede neue Art, die sich außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes durchsetzt, beansprucht Lebensraum der heimischen Flora und Fauna. Kurzum: Wo Neues entsteht, muss Altes weichen.

Ein Blick auf die Tier- und Pflanzenwelt vor unseren Deichen zeigt, was das bedeutet: Jedes Jahr erobert eine neue Art für sich erfolgreich die Nordsee. Die pazifische Auster, die an jeder Hafenmauer und Buhne sitzt, ist nur ein Beispiel unter vielen. Wie konnte es soweit kommen? Warum sind neue Arten so erfolgreich? Welche Routen nehmen sie? Und schmecken diese Aliens eigentlich?

Die Sonderausstellung beantwortet an zehn, zum Teil interaktiven Stationen auf spannende Art (fast) alle Fragen rund um unsere tierischen und pflanzlichen "Neubürger".

Diese Wanderaustellung wurde vom Museum am Schölerberg (Osnabrück) und vom Lehrstuhl für Ökosystembiologie der Universität Bielefeld konzipiert.

Für Kindergärten und Schulklassen bieten wir ein spezielles museumspädagogisches Begleitprogramm an:

Weitere Informationen erhalten Sie unter: Tel. 04421-910730 oder Kontakt.


Weltnaturerbe Wattenmeer

Willkommen im Weltnaturerbe Wattenmeer

Die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, hat das Wattenmeer Ende Juni 2009 in die Liste des Welterbes aufgenommen. Damit steht das Wattenmeer auf einer Stufe mit anderen weltberühmten Naturwundern wie dem Grand Canyon in den USA und dem Great Barrier Reef in Australien, die ebenfalls zum Weltnaturerbe gehören.

Um auf die Weltnaturerbe-Liste der UNESCO zu kommen, muss ein Gebiet sehr besonders sein. Es muss einzigartige Naturwerte besitzen, intakt und durch gute Schutzmassnahmen gesichert sein. Das Wattenmeer hat sich sogar in drei Gesichtspunkten als weltweit einzigartig erwiesen, was seine außergewöhnliche Natur betrifft!

Watt-Landschaften: jung und ursprünglich
Das Wattenmeergebiet ist noch jung. Es ist nach der letzten Eiszeit vor rund 7.000 Jahren entstanden, aber auch heute noch werden Sandplaten und Dünen in vergleichsweise raschem Tempo gebildet und wieder abgebaut. Die Dynamik des Gebietes ist einzigartig. Hier findet man noch Landschaften in allen Entwicklungsstadien. Noch heute kann man mit eigenen Augen sehen und miterleben, wie Landschaften in der Eiszeit entstanden sind.

Wattenmeer-Vielfalt: wunderbar dynamisch
Das Wattenmeer zeigt auf seine eigene Art und Weise, wie Natur, Pflanzen und Tiere sich immer wieder an die täglich wechselnden Bedingungen auf dem Watt anpassen. Dort, wo sich Süßwasser aus Flüssen mit salzigem Meerwasser vermischt und wo Naturkräfte wie Gezeiten, Wind und Ablagerungsprozesse von Sand und Schlick walten, findet man intelligent angepasste Pflanzen und Tiere. Die vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen des Wattenmeers bieten Lebensraum für eine außergewöhnliche Vielfalt von Pflanzen und Tieren - Lebensraum zum Brüten, Säugen, Aufwachsen, Mausern und Rasten.

Wattenmeer-Leben: einmalig abwechslungsreich
Der Reichtum an Leben im Wattenmeer ist außergewöhnlich. Man findet hier nicht nur viele dauerhafte Bewohner, sondern auch zahreiche Besucher. So nutzen jedes Jahr rund 10 bis 12 Millionen Zugvögel das Wattenmeer. Insgesamt leben hier rund 10.000 verschiedene Pflanzen- und Tierarten, an Land und im Wasser. Eine derartige Vielzahl und Vielfalt wie im Wattenmeer findet man nirgendwo auf der Welt!

Mehr Information: Besuchen Sie die offizielle Website www.wattenmeer-weltnaturerbe.de



Modernes Chemie- und Biologielabor im Wattenmeerhaus

Mitmach-Labor für Nachwuchsforscher

Chemielabor im Wattenmeerhaus

Chemielabor im Wattenmeerhaus

 

Sedimentierung, Photosynthese, Metamorphose - bei diesen Fachbegriffen kann einen der Mut schon mal verlassen.

Dass Naturwissenschaften Spaß machen und es für jede Aufgabenstellung eine leicht verständliche Antwort gibt, beweist eindrucksvoll die neue Mitmach-Laborwelt des Wattenmeerhauses.

In Kooperation mit dem ChemOl-Labor der Uni Oldenburg betreibt das Wattenmeerhaus ein Chemielabor, indem Schüler aller Klassenstufen sich experimentell mit den spannenden Fragen der Chemie auseinandersetzen.

Es brodelt, zischt und blubbert. Reagenzgläser füllen sich, Mörser zermahlen kleine Plättchen, Bunsenbrenner erhitzen Flüssigkeiten, Mikroskope dringen tief in die Geheimnisse der Tier und Pflanzenwelt vor.

Die Bestimmung unterschiedlicher Wattböden, des Kalkgehaltes von Muschelschalen und der Dichte von Salz- und Süßwasser sind nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Spektrum der Experimente.

Hinter den Versuchaufbauten stehen keine gestandenen Wissenschaftler, sondern Schüler. In weißen Kitteln gekleidet und mit Schutzbrille ausgestattet, gehen sie in Gruppen von maximal drei Schülern bei ihrer Arbeit konzentriert zu Werke. Im Team wird der Versuch besprochen, ausgeführt, ausgewertet und analysiert.

Für Fragen, Anregungen und Erklärungen stehen den jungen Forschern geschulte Fachkräfte und diplomierte Naturwissenschaftler des Wattenmeerhauses zur Verfügung.

Das Besondere: Die gewonnen Erkenntnisse werden im hauseigenen Bio-Labor auf die Tier- und Pflanzenwelt übertragen. Theoretisches Wissen praktisch angeeignet und am Präparat nachvollzogen. Und immer wieder verblüfft es, wie einfach sich scheinbar Schweres erklären lässt.

Mittwochs und Freitags Vormittag besteht für Schulklassen die Möglichkeit in den Laboren zu forschen.